Die Digitalisierung verändert die Wirtschaft. Traditionelle Geschäftsmodelle werden verdrängt, neue Ideen sind gefragt. Das gilt auch für die Finanzbranche. Nicht erst seit der Pandemie drängen Anbieter mit innovativen digitalen Produkten und Lösungen auf den Markt. Ihr Versprechen ist eine schnelle und unkomplizierte Form der Geldanlage, inklusive niedrigen Gebühren für die Nutzung der bereitgestellten Dienste. Dafür müssen Nutzer aber in den meisten Fällen auf eine ausführliche Anlageberatung verzichten. Zu den Akteuren in diesem Feld zählt eine neue Generation von Online-Brokern. Sie haben oftmals Kleinanleger im Blick und ermöglichen über App und Smartphone den einfachen Zugang zum Kapitalmarkt.
Digitale Finanzlösungen: Geld und Risiko gut streuen
Neben den Online-Brokern werben Anbieter aus der Finanzbranche mit einer ganzen Reihe weiterer attraktiver Investmentlösungen für den digital affinen Anleger. So bieten immer mehr Akteure aus der Finanzbranche über Online-Plattformen eine digitale Vermögensverwaltung an. Sie sind auch unter der Bezeichnung Robo-Advisor bekannt. Hinter der Bezeichnung stehen Computerprogramme, die darauf ausgelegt sind, Geld standardisiert zumeist auf Basis von ETF oder einem Investitionsfonds nach einem vorgegebenen Algorithmus zu verwalten. Damit lässt sich ohne große Mühe ein vergleichsweise gut diversifiziertes Portfolio aufbauen. Allerdings empfiehlt es sich, genau zu wissen, ob das Angebot zur digitalen Geldanlage zu den persönlichen Anlagebedürfnissen passt.
Crowdinvesting in Projekte
Auch das Crowdinvesting ist auf dem Vormarsch. Durch die auch Schwarmfinanzierung genannte Form der Geldanlage können Kleinanleger mit geringeren Beträgen in Anlageklassen investieren, die zuvor nur Großanlegern vorbehalten waren. Dazu gehören Anlagemöglichkeiten wie die Finanzierung von Start-ups, das Immobilien-Crowdinvesting oder die Unterstützung ökologischer Projekte. Anleger erwerben dabei das Recht, an künftigen Unternehmens- oder Projekterfolgen teilhaben zu können.
Quellen:
Crowdinvest Marktreport 2020
Finanztip: Wertpapierdepot