Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Währungen nicht immer nur Zahlungsmittel waren. Mitunter galten sie als Symbol für politische Macht und Unabhängigkeit. Erste Formen von Münzen mit der Funktion von Geld tauchten bereits 2000 vor Christi auf. In Europa gehört der Gulden zu den ältesten Vorläufern von Währungen, die erste Münze wurde im Jahr 1387 geprägt.
Kryptowährungen werden als „digitales Geld“ ausgegeben. Besitzer können damit im Internet einkaufen. Es gibt aber auch in der physischen Welt Geschäfte, die zum Beispiel Bitcoins (BTC), die offiziell erste Kryptowährung, akzeptieren. Der Begriff Bitcoins setzt sich zusammen aus dem Wort „Bit“ für die kleinste digitale Einheit und dem englischen Wort „Coin“ für Münze. Als Erfinder zeichnet sich ein Satoshi Nakamoto verantwortlich – wobei bis heute nicht geklärt ist, welche Person oder Institution dahintersteht. Ein wesentlicher Unterschied zu gesetzlichen Zahlungsmitteln ist die Tatsache, dass Notenbanken wie die EZB oder die Fed keinen Einfluss auf Kryptowährungen und deren Verbreitung haben. Damit können sie auch die Geldschöpfung nicht beeinflussen. Digitale Währungen gehören damit in die Kategorie des dezentralen Geldes.
Eine Digitalwährung wie Bitcoin steckt in der Wallet
Im Oktober 2021 pendelte der Wert eines Bitcoins um die 66.000 Dollar und markierte ein neues Allzeithoch. Seit Juli hat sich damit sein Preis mehr als verdoppelt. Grund für den neuerlichen Hype: In den USA ist Mitte Oktober der erste Bitcoin-ETF in den Handel gestartet.
Bitcoins gibt es seit 2009. Anfang 2011 lag der Bitcoins-Kurs noch bei einem Dollar, jetzt ist das Krypto-Geld um das 60.000-fache wert. Damit Bitcoins auch in kleineren Häppchen gehandelt werden können, gibt es die Möglichkeit in Anteile von Bitcoins, zum Beispiel Milli-Bitcoins, zu investieren.
Die Kunst des Schürfens
Bitcoins existieren virtuell als eine digitale Folge von Zeichen. Hinter ihr steckt kein realer Wert. Neue Bitcoins werden von den Nutzern selbst unter Anwendung mathematischer Verfahren erstellt. Die Guthaben und Zahlungen werden in einem dezentralen Netzwerk verwaltet, der Blockchain. Um eine Überweisung mit Bitcoins zu verbuchen, müssen komplizierte Rechnungen gelöst werden. Wer das als Erster schafft, bekommt Bitcoins als Belohnung. Man spricht von Mining, dem „Schürfen von Bitcoins“. Blockchains („Kette aus Blöcken“) bestehen aus aneinandergereihte Datensätzen und Rechnern. In der Blockchain von Bitcoins sind die Kontostände sowie alle bisherigen Transaktionen gespeichert. Sie werden dezentral gespeichert auf den Computern ihrer Benutzer. Nach Informationen der Internetseite coinmarketcap.com sind zurzeit etwa 18,8 Millionen Bitcoins im Umlauf. Per Definition soll bei 21 Millionen Stück des digitalen Zahlungsmittels Schluss sein.