Ein ELTIF ist eine von der EU regulierte Fondsstruktur, die für langfristige Investitionen in die Realwirtschaft geschaffen wurde. Ihr größtes Alleinstellungsmerkmal ist der Zugang zu privaten, nicht börslich gelisteten Infrastrukturprojekten und -unternehmen, die sonst nur institutionellen Investoren wie Banken und Versicherern offenstehen. Die regulierte Struktur bietet dabei zusätzliche Transparenz und Anlegerschutz.
Welche Vorteile und Risiken ergeben sich für Anleger aus der ELTIF-Fondsstruktur?
Der Hauptvorteil liegt darin, dass das Anlagedepot robuster wird. So lässt sich das eigene Anlagedepot durch die Beimischung eines breit aufgestellten Infrastruktur-Portfolios sehr einfach diversifizieren und damit resilienter gestalten. Zudem existiert ein gewisser Inflationsschutz, da viele Investitionsobjekte im Infrastrukturbereich inflationsindexierte Einnahmen generieren oder über monopolähliche Stellungen verfügen. Ein weiterer Vorteil sind die stabilen Erträge durch langfristige Verträge und regulierte Einnahmen.
Durch die langfristige Gebundenheit des investierten Kapitals mit monatlichen Zeichnungen und meist vierteljährlichen Rücknahmefenstern existiert allerdings eine inhärente Illiquidität der Anlageklasse. Die Aktien der Unternehmen, an denen Private Infrastructure Fonds beteiligt ist, sind nicht an einer Börse handelbar. Beim Privado Infrastructure Fonds beträgt die empfohlene Haltedauer beispielsweise mindestens acht Jahre. Und wie bei anderen Anlageklassen gibt es auch die üblichen Marktrisiken und politische, regulatorische oder wirtschaftliche Veränderungen, die Unternehmen und Projekte beeinflussen können.
Was ist die Anlagestrategie des Privado Infrastructure Fonds?
Ziel ist der Aufbau eines breit diversifizierten Infrastrukturportfolios mit nicht börsennotierten Infrastrukturanlagen in den OECD-Ländern. Im Fokus stehen die Felder Energie und Erneuerbare Energie (Produktion, Netze, Speicherung), Versorgungsbetriebe (Wasser, Abwasser, Entsorgung), Kommunikation, Verkehr (Schiene, Strasse, Luft, Wasser) und Soziale Infrastruktur (z.B. Schulen, Kliniken, Radiologiezentren).
Unsere Strategie fokussiert sich auf die Kombination solider Erträge mit einem defensiven Risikoprofil in diversen Infrastruktursektoren. Sie umfasst Core-, Core+- und Value-Add-Anlagen. Wir streben vor allem den Erwerb von Anlagen mittlerer Grösse und mittelständischen Firmen an (Ausnahme Stromnetze), die bereits gebaut und im Betrieb sind. Eine kleine Anzahl von Entwicklungsobjekten wird aber zur Diversifizierung ebenfalls in das Portfolio aufgenommen.
Spezifisch für den Privado Infrastructure ELTIF gilt außerdem, dass ausnahmslos jedes Investment des Fonds zu einem großen Teil durch die Gelder der Swiss Life Gruppe mitfinanziert wird.