Immer mehr Anleger entscheiden sich für den Kauf von Exchange Traded Funds (börsengehandelte Indexfonds) oder kurz ETFs. Das ist nicht überraschend, denn viele Studien zeigen, dass es die meisten aktiv gemanagten Fonds nicht schaffen, langfristig besser als ihr Vergleichsindex abzuschneiden. Mittlerweile liegt das weltweit in ETFs verwaltete Vermögen bei mehr als 7,8 Billionen US-Dollar, allein im Vergleich von 2019 zu 2020 stiegen die globalen ETF-Vermögenswerte um fast 25 Prozent an.
ETF mit Zukunft? Einfach und günstig anlegen
Grundsätzlich sind ETFs für Anleger interessant, die von den Entwicklungen an den Aktienmärkten profitieren möchten, ohne sich um die Auswahl und Beobachtung vieler einzelner Aktien zu kümmern. So ist im Gegensatz zu einem klassischen Fonds klar festgelegt, in welche Wertpapiere investiert wird. Ein ETF auf den DAX investiert also in die 30 Aktien, die im Deutschen Aktienindex DAX gelistet sind. Ein weiterer Vorteil dieses Trend-Produkts liegt in den geringen Kosten. Wer beispielsweise per ETF in einen Index wie den DAX investiert, muss meist nicht mehr als circa 0,1 Prozent an Jahresgebühren bezahlen. Noch ein Pluspunkt: ETFs sind jederzeit an der Börse handelbar und bilden insgesamt die wichtigsten Indizes für Aktien, Anleihen, Rohstoffe sowie weitere Anlageklassen ab. Den Vorteilen stehen auch ein paar Nachteile gegenüber. So ist eine Mehrrendite über dem Marktdurchschnitt nicht möglich. Zudem greift im Falle negativer Entwicklungen kein Management steuernd ein, da ETFs ja nicht aktiv verwaltet werden.
Große Auswahl an Anlageideen
Die Auswahl an börsengehandelten Indexfonds ist enorm. Beispielsweise lässt sich das Risiko breit streuen, indem das Geld in einen ETF auf den MSCI World investiert wird. Dieser Index misst die Entwicklung von über 1.600 Unternehmen weltweit. Ohne ein ETF-Konstrukt wäre es Privatanlegern kaum möglich, in so viele unterschiedliche Unternehmen zu investieren. Mit Hilfe der passiv gemangten Indexfonds lassen sich aber auch in Megatrends wie dem demografischen Wandel, die Digitalisierung oder das Zukunftsthema Wasserstoff investieren.
Quelle:
Verbraucherzentrale: Worauf sollte man beim Kauf eines ETF achten?