Der Erwerb von Wohnhäusern oder Gewerbeimmobilien ist für viele ein wichtiger Bestandteil des Vermögensaufbaus – nicht zuletzt in Phasen, in denen die Mieten schnell steigen. Von denen kann aber auch profitieren, wer keine Immobilie erwirbt, sondern in sie investiert. Für viele Anleger kann eine indirekte Anlage lukrativer sein als ein Immobilienkauf. Dabei investiert man über Instrumente wie Real Estate Investment Trusts (REITs) oder Exchange-traded Funds (ETFs), statt die Wohn- oder Bürogebäude zu besitzen.
Für viele Anleger kann eine indirekte Anlage lukrativer sein als der Immobilienkauf.
Viele Anlage-Optionen
Insbesondere Immobilien-ETFs sind eine gute Möglichkeit, flexibel oder auch mit weniger Kapital am Immobilienmarkt teilzuhaben. Die Fonds investieren beispielsweise in Wohnoder Gewerbeimmobilien. Wer sich für eine börsennotierte Immobilienbeteiligung in REITs entscheidet, kann auf Dividenden von vier bis acht Prozent hoffen. Die Anlagen sind aber anfällig für Veränderungen auf dem Markt. Beim Crowdinvesting wiederum zahlen viele Anleger in eine noch zu erstellende oder zu modernisierende Immobilie ein. Im Gegenzug erhalten die Investoren einen Festzins von fünf bis acht Prozent für erfolgreich finanzierte Immobilienprojekte. Weitere Anlagemöglichkeiten rund um Immobilien sind geschlossene oder offene Immobilienfonds, bei denen mit dem Kapital der Anleger Immobilien erworben und verwaltet werden. Die Renditen werden in diesem Fall durch das Vermieten, Verpachten oder den Verkauf der Immobilien bei gestiegenen Preisen erzielt.
Lage, Lage, Lage
Indirekte Anlagen bieten als Variante für den Einstieg in den Immobilienmarkt viele Vorteile. Herauszuheben sind die im Vergleich zu klassischen Eigentumsmodellen niedrigeren Eintritts- und Ausstiegshürden. Das investierte Geld kann – etwa in wirtschaftlich unsicheren Zeiten – leichter umgeschichtet werden. Trotzdem gilt: Auch bei indirekten Investitionen sollte sorgfältig geprüft werden, ob sich das Investment lohnt. Die Lage beispielsweise bleibt einer der wichtigsten Renditefaktoren. Besonders gefragt sind weiterhin Großstädte und deren Ballungsräume. Aber auch der Zustand der Immobilie beeinflusst die Wirtschaftlichkeit maßgeblich.