Ein Paar schließt einen Vertrag mit einem Makler ab.
Immobilien gehören für viele Menschen zu den wichtigsten Bestandteilen des Vermögensaufbaus. iStock/AndreyPopov

Geldanlage Immobilien

Anlegen statt kaufen

Immobilien gelten nach wie vor als eine der stabilsten Möglichkeiten zur Kapitalanlage. Wer mit Wohn- oder Geschäftshäusern für die Zukunft vorsorgen möchte, muss dafür aber nicht gleich zum Eigentümer werden. Mittels ETFs, Schwarmfinanzierung oder dem Investment in Immobilienfonds gibt es auch einfachere Möglichkeiten für ein Engagement im Immobilienmarkt.

PW
· 2025
Erschienen in

Wohin mit dem Geld?

am 9. Juli 2025 in „Handelsblatt“
Vieles, was wir rund um das tägliche Börsengeschehen erleben, ist paradox. Dazu gehört auch, dass es oft schmerzhafter ist, sich der entgangenen Gewinne bewusst zu werden, als tatsächlich real einen Verlust zu erleiden. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass selbst in guten...

Der Erwerb von Wohnhäusern oder Gewerbeimmobilien ist für viele ein wichtiger Bestandteil des Vermögensaufbaus – nicht zuletzt in Phasen, in denen die Mieten schnell steigen. Von denen kann aber auch profitieren, wer keine Immobilie erwirbt, sondern in sie investiert. Für viele Anleger kann eine indirekte Anlage lukrativer sein als ein Immobilienkauf. Dabei investiert man über Instrumente wie Real Estate Investment Trusts (REITs) oder Exchange-traded Funds (ETFs), statt die Wohn- oder Bürogebäude zu besitzen.

 

Für viele Anleger kann eine indirekte Anlage lukrativer sein als der Immobilienkauf.

Viele Anlage-Optionen

Insbesondere Immobilien-ETFs sind eine gute Möglichkeit, flexibel oder auch mit weniger Kapital am Immobilienmarkt teilzuhaben. Die Fonds investieren beispielsweise in Wohnoder Gewerbeimmobilien. Wer sich für eine börsennotierte Immobilienbeteiligung in REITs entscheidet, kann auf Dividenden von vier bis acht Prozent hoffen. Die Anlagen sind aber anfällig für Veränderungen auf dem Markt. Beim Crowdinvesting wiederum zahlen viele Anleger in eine noch zu erstellende oder zu modernisierende Immobilie ein. Im Gegenzug erhalten die Investoren einen Festzins von fünf bis acht Prozent für erfolgreich finanzierte Immobilienprojekte. Weitere Anlagemöglichkeiten rund um Immobilien sind geschlossene oder offene Immobilienfonds, bei denen mit dem Kapital der Anleger Immobilien erworben und verwaltet werden. Die Renditen werden in diesem Fall durch das Vermieten, Verpachten oder den Verkauf der Immobilien bei gestiegenen Preisen erzielt.

Lage, Lage, Lage

Indirekte Anlagen bieten als Variante für den Einstieg in den Immobilienmarkt viele Vorteile. Herauszuheben sind die im Vergleich zu klassischen Eigentumsmodellen niedrigeren Eintritts- und Ausstiegshürden. Das investierte Geld kann – etwa in wirtschaftlich unsicheren Zeiten – leichter umgeschichtet werden. Trotzdem gilt: Auch bei indirekten Investitionen sollte sorgfältig geprüft werden, ob sich das Investment lohnt. Die Lage beispielsweise bleibt einer der wichtigsten Renditefaktoren. Besonders gefragt sind weiterhin Großstädte und deren Ballungsräume. Aber auch der Zustand der Immobilie beeinflusst die Wirtschaftlichkeit maßgeblich.

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