Der Wohnimmobilienmarkt zeigt 2025 Zeichen der Erholung. Nach der teils schmerzhaften Korrektur der Vorjahre erwarten Experten laut einer aktuellen Reuters-Umfrage für Deutschland ein moderates Preiswachstum von rund drei Prozent im Jahr 2025. Entscheidend sind die starken Fundamentaldaten: Während das Angebot stagniert, bleibt die Nachfrage nach Mietwohnungen in Metropolregionen hoch. Parallel steigen die Mieten in Ballungsräumen mit drei bis fünf Prozent pro Jahr weiter an. Dies wird als Signal gesehen, dass Wohnobjekte mit soliden Lagen und guter Energiebilanz stabile Cashflows bieten. Für Investoren bedeutet dies: Der Wohnsektor erweist sich trotz Zinswende als resilient und könnte wieder zu den Kernbausteinen institutioneller Portfolios zählen.
Immobilieninvestments: Fokus auf nachhaltige Flächen
Im gewerblichen Sektor bleibt die Lage fragiler. Europaweit lässt sich in diesem Bereich weiter Zurückhaltung beobachten. Die Transaktionsvolumina liegen unter dem Vorkrisenniveau, und die Spreizung zwischen Käufer- und Verkäufererwartungen ist spürbar. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen, wenn Fälligkeiten und Refinanzierungen Verkäufe erzwingen. Hier rückt die Qualität der Objekte ins Zentrum. Das PwC-ULI-Barometer unterstreicht: Operational Real Estate wie Logistik, Hotels oder Rechenzentren, die auf aktives Management setzen, sind klar im Vorteil. Büros dagegen bleiben zweigeteilt: Nur moderne, ESG-konforme Flächen in Top-Lagen zeigen Mietdynamik.
Pflegeimmobilien ziehen an
Eine gewisse Markterholung erlebt in diesem Jahr auch das Segment Sozial- und Gesundheitsimmobilien. BNP Paribas Real Estate berichtet, dass Transaktionen auf dem Healthcare-Investmentmarkt in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel zulegen konnten. Der Healthcare-Investmentmarkt wird insgesamt als attraktives Investitionsziel betrachtet, da er im Vergleich zum Gesamtmarkt wenig konjunkturabhängig ist und stabile Cashflows ermöglicht. Besonders die alternde Bevölkerung sorgt für berechenbares Wachstum. Der Bedarf an Pflegeeinrichtungen steigt stetig und liefert einen strukturellen Rückenwind für Jahrzehnte.