Rund 1,3 Billionen US-Dollar wurden Angaben der Beratungsfirma PwC zufolge im vergangenen Jahr weltweit in Infrastruktur investiert – ein neuer Rekord. In Deutschland flossen allein im ersten Quartal 2025 über 12 Milliarden Euro in Erneuerbare-Energie-Projekte – ein Drittel davon von privaten und semiprofessionellen Investoren.
Derzeit sind vor allem drei Bereiche der Infrastruktur im Fokus der Investoren: Mit Investments in erneuerbare Energien wie Windparks, Solaranlagen und Wasserkraftwerke wollen sie den Übergang in eine nachhaltige Energieversorgung ankurbeln. Hier locken oft staatliche Förderungen und garantierte Einspeisevergütungen. Der Ausbau digitaler Infrastrukturen wie Glasfasernetze und 5G gilt als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit einer Wirtschaft und bietet enormes Wachstumspotenzial. Und im Bereich Transport und Logistik bleibt aller Digitalisierung zum Trotz der Bedarf an funktionierenden Straßen, Schienenwegen und Häfen immens. Hier geht es oft um Modernisierung und Effizienzsteigerung.
Infrastruktur-Investment: Verschiedene Möglichkeiten
Privatanleger steigen am besten über Infrastrukturfonds, börsengehandelte Fonds (ETFs), Aktien von Betreiberfirmen oder Crowdinvesting-Plattformen in das Infrastruktur-Investment ein. Auch Green Bonds, also Anleihen zur Finanzierung nachhaltiger Projekte, sind gefragt. Allerdings sind Infrastruktur-Investments nicht für jeden Investor die richtige Wahl. Sie sind eher für langfristig orientierte Anleger mit etwas Risikotoleranz geeignet. Der Kapitalbedarf ist oft höher als bei klassischen Aktienfonds, aber es winken regelmäßige Ausschüttungen. Natürlich gibt es auch bei Infrastruktur-Investments Vor- und Nachteile: Zu den Vorteilen zählen stabile Cashflows, die als Dividenden oder Ausschüttungen an die Anleger weitergegeben werden können. Darüber hinaus gelten Infrastruktur-Investments im Vergleich zu anderen Anlageklassen oft als defensiver und weniger volatil. Und: Die Einnahmen vieler Projekte sind oft an die Inflation gekoppelt, was in Zeiten steigender Preise vorteilhaft sein kann. Zu den Nachteilen gehören politische Risiken wie etwa Gesetzesänderungen und Regulierung, aber auch projektbezogene Probleme wie Bauverzögerungen, Kostenüberschreitungen oder technische Schwierigkeiten.