Gold dient als Inflationsschutz und Währungsversicherung.
Gold dient als Inflationsschutz und Währungsversicherung. iStock / Nansan Houn

Investieren in Edelmetalle

Läuft und läuft und läuft

Gold markiert immer neue Rekorde, Silber läuft zur Hochform auf und Platin und Co. bleiben knapp. Anleger können den aktuellen Edelmetall-Zyklus mit ganz unterschiedlichen Investitionsmöglichkeiten für sich nutzen. Für 2026 spricht vieles für weiteren Rückenwind bei hoher Volatilität und Chancen für Stock-Picker.

JB
· 2025

Gold erfüllt 2025 gleich mehrere Rollen: Inflationsschutz, Währungsversicherung und Krisenmetall. Nach dem Start in das Jahr um die 2.600 US-Dollar je Unze kletterte der Preis zeitweise bis über 4.200 US-Dollar und legte damit binnen weniger Monate deutlich zweistellig zu, an vielen Tagen mehr als Aktien, Anleihen und Kryptos. Treiber bleiben geopolitische Spannungen, Zinssenkungserwartungen und massive Käufe von Notenbanken, die ihre Goldreserven weiter ausbauen. Laut World Gold Council floss 2025 ein großer Teil der Minenproduktion in Investmentprodukte: ETFs verzeichneten wieder kräftige Zuflüsse und machten einen Teil der Rekordrally überhaupt erst möglich. Für Investoren bleibt Gold damit ein zentraler Baustein im Portfolio: physisch in Form von Barren oder Münzen als Langfristversicherung, ergänzend über börsengehandelte Produkte für Liquidität und Handelbarkeit.

Investieren in Edelmetalle: Mehr Hebel möglich

Wer nicht nur den Goldpreis, sondern dessen Hebel spielen will, landet bei Gold- und Minenaktien. Steigt der Unzenpreis, schlagen sich höhere Margen überproportional in Gewinnen und Cashflows der Produzenten nieder: Fixkosten bleiben, Verkaufspreise ziehen an. 2025 haben spezialisierte Minenindizes in Phasen die Performance des Rohstoffs klar übertroffen, weil Analysten ihre Gewinnschätzungen an die neue Preisrealität anpassen mussten. Der Preis für den Hebel zeigt sich jedoch in der höheren Schwankungsbreite. Minen reagieren nicht nur auf den Goldpreis, sondern auch auf Projektverzögerungen, ESG-Risiken, Streiks oder Währungsbewegungen in Förderländern. Für erfahrene Anleger eignen sich breit gestreute Fonds oder ETFs auf Minen-Indizes. Dagegen bleiben Einzelaktien Stock-Picking mit Detailrisiken.

PGM liefern Engpassprämien

Wer über Gold hinausblickt, findet 2025 einen zweiten Star: Silber. Das Metall hat im Jahresverlauf neue Allzeithochs von über 50 US-Dollar je Unze markiert. Noch spezieller sind die Platingruppenmetalle (PGM). Auch hier sehen Experten einen großen Nachholbedarf. Laut World Platinum Investment Council (WPIC) etwa übersteigt die Nachfrage nach Platin das Angebot seit mehreren Jahren.

 

Für Investoren bleibt Gold ein zentraler Baustein im Portfolio.

Der Alleskönner

Platin ist nicht nur Edelmetall, sondern echter Industrie-Allrounder. Es steckt in Auto‑Katalysatoren und Brennstoffzellen, kommt in der Medizintechnik zum Einsatz und macht in der Chemieindustrie Prozesse effizienter und sauberer. Gleichzeitig ist Platin gefragt im Schmucksegment – vor allem in Asien, wo es als exklusives „weißes Gold“ gilt. Für Anleger interessant: Platin verbindet Sachwertcharakter mit einer stark industriell getriebenen Nachfrage. Das macht den Preis volatiler als bei Gold, eröffnet aber auch zusätzliche Renditechancen in einem Edelmetallportfolio.

Disclaimer

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