Weltweit fließt so viel Kapital in die Energiewende wie nie zuvor: BloombergNEF beziffert die Investitionen im Jahr 2025 auf einen Rekordwert von 2,3 Billionen US-Dollar. Zu den größten Treibern gehörten erneuerbare Energien (690 Milliarden US-Dollar) und Netzinvestitionen (483 Milliarden US-Dollar). Für Anleger zeigt das: Der Markt ist groß. Investieren lässt sich über Aktien von Projektentwicklern, Versorgern, Netzbetreibern oder Herstellern von Anlagen, aber auch über Fonds und ETFs mit Fokus auf Solar- oder Windkraft, Speicher oder einen breiteren Fokus auf die Energiewende. Anleger können zudem über Infrastruktur-, Private-Equity- oder geschlossene Fonds direkt an Solar- und Windparks, Batteriespeichern oder Netzen beteiligt sein. Auch grüne Anleihen und projektbezogene Finanzierungen bieten Zugang. Entscheidend bleibt, ob Geschäftsmodell, Standort, Finanzierung und politische Rahmenbedingungen zusammenpassen.
Weltweit fließt so viel Kapital in die Energiewende wie nie zuvor.
Investieren in erneuerbare Energien: Mehr als Klimaschutz
Insgesamt profitieren erneuerbare Energien von mehreren strukturellen Trends. Strom ersetzt zunehmend fossile Brennstoffe im Verkehr, im Wärmesektor sowie in der Industrie. Insbesondere Rechenzentren, Elektromobilität, Wärmepumpen und neue Produktionsprozesse erhöhen zusätzlich den Bedarf. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass die erneuerbare Stromerzeugung bis 2030 weltweit jährlich um rund acht Prozent wächst; Solarenergie allein soll pro Jahr mehr als 600 Terawattstunden zusätzliche Erzeugung liefern.
Ertrag braucht Absicherung
Renditechancen entstehen dabei nicht nur durch neue Anlagen, sondern auch durch verlässliche Erlöse. Eine Studie von Jorge Sánchez Canales und Lion Hirth wertet Stundendaten von 63 deutschen Onshore-Windparks aus den Jahren 2013 bis 2024 aus und simuliert verschiedene Differenzverträge. Diese sichern Erlöse gegen fallende Strompreise ab. Das Ergebnis: Solche Modelle können Cashflows stabilisieren, Fremdfinanzierung erleichtern und Finanzierungskosten senken. Grundsätzlich gilt: Wer breit streut und auf solide Verträge achtet, setzt weniger auf den nächsten grünen Trend als auf belastbare Infrastruktur.