Eine Person überprüft verschiedene Aktienkurse
Hohe Renditechancen sind der Haupttreiber für ein Krypto-Investment. iStock / Kateryna Onyshchuk

In Kryptowährungen investieren

Das Interesse an Kryptos wächst

Aktien, Anleihen oder Immobilien gehören zu den klassischen Säulen der Geldanlage. Mittlerweile stoßen zunehmend auch digitale Währungen wie der Bitcoin oder Ether auf Interesse von Investoren. Sie haben sich innerhalb kurzer Zeit nicht nur als eigene Anlageklasse etabliert, sondern werden auch für andere Zwecke genutzt.

JB
· 2025

Die Bereitschaft zur Geldanlage in neuere Anlageklassen ist in Deutschland stark vom Alter abhängig. Laut einer YouGov-Studie aus dem vergangenen Jahr haben beispielsweise 22 Prozent der Millennials in Kryptowährungen investiert.1 Bei der Generation Z sind es zwölf Prozent, am geringsten ist das Interesse bei den Babyboomern mit drei Prozent. Hohe Renditechancen sind dabei nach wie vor der Haupttreiber für deutsche Krypto-Anleger, aber gerade junge Menschen schätzen zunehmend auch das langfristige Investitionspotenzial dieser Anlageklasse.

Erschienen in

Fokus Finanzen

am 8. Mai 2025 in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“
Gerade in unsicheren Zeiten, in denen sich Krise an Krise reiht, ist es essenziell, die eigenen Investments besonders gründlich auf die Probe zu stellen: Sind Aktien von US-Unternehmen in der derzeitigen geopolitischen Lage noch immer angebracht? Lohnen ETFs in Zeiten schwankender Märkte...

Viele Einsatzmöglichkeiten

Bitcoin-Kurse

Bitcoin, Ethereum und Co. werden allerdings nicht nur zur Spekulation oder als Geldanlage genutzt. Sie kommen auch als digitales Zahlungsmittel, für internationale Überweisungen, im dezentralen Finanzwesen oder für digitale Güter wie NFTs zum Einsatz und bieten dabei schnelle Transaktionen, Unabhängigkeit von Banken oder auch neue Möglichkeiten im Online-Handel.

Grundsätzlich lassen sich unter Kryptowährungen Vermögenswerte verstehen, die nur digital als Bits und Bytes auf Speichermedien bestehen und für die Verwendung im Internet geschaffen wurden. Die bekannteste und älteste Kryptowährung ist der Bitcoin. Der Anteil des Bitcoins an der gesamten Marktkapitalisierung liegt bei circa 60 Prozent. An zweiter Stelle steht Ether mit einem Anteil von knapp acht Prozent. Neben den beiden prominentesten Kryptowährungen finden sich am Kryptomarkt tausende weitere Projekte.

 

Wer mit Kryptowährungen handeln möchte, macht dies am besten auf glaubwürdigen Plattformen.

Kryptowährungen: Vor Scams schützen

Wer mit Kryptowährungen handeln möchte, macht dies am besten auf glaubwürdigen und bekannten Plattformen, um sich vor Betrugsmaschen, sogenannten Krypto-Scams, zu schützen. In den nächsten Jahren wird die Entwicklung von Kryptowährungen eine spannende Angelegenheit bleiben. Steigende Nachfrage bei begrenztem Angebot könnte den Wert tendenziell steigen lassen. Besonders interessant wird dabei die Rolle von institutionellen Investoren sein, die verstärkt am Markt teilnehmen. Allerdings sind aufgrund des fehlenden materiellen Wertes von Kryptowährungen bei dieser Anlageklasse auch starke Kursschwankungen bis zum Totalverlust möglich.

Checkliste

Betrugsmaschen (Scams) erkennen & vermeiden

  • Unrealistische Renditeversprechen („garantierte Gewinne“) ignorieren.
  • ​​​​​​​Nur bekannte, seriöse Plattformen nutzen; Impressum, Lizenzen und Sicherheitsmaßnahmen prüfen.​​​​​​​
  • Keine Schlüssel/Seed-Phrase teilen – niemals!

  • Social-Media-Betrug & Fake-Support meiden; Kontaktwege verifizieren.

  • Kleine Testüberweisungen vor größeren Transfers.

  • Aktuelle Warnlisten von Aufsichtsbehörden beachten.

SCHON GEWUSST?

Eine Bitcoin-Zahlung verbraucht so viel Energie wie 100.000 Visa-Zahlungen. 2023 betrug der Stromverbrauch des Bitcoins 121,13 Terawattstunden (TWh). Für 2024 wurden mehr als 172 und für 2025 werden etwa 175 TWh erwartet. Das wären rund 0,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.2

Fazit

Kryptowährungen sind eine chancenreiche, aber spekulative Beimischung – kein Ersatz für ein solides Basis-Portfolio aus ETFs, Anleihen und ggf. Immobilien. Wer investiert, sollte klein starten, Kosten und Sicherheit aktiv managen und mit hohen Schwankungen bis zum Totalverlust rechnen.

Quellen:

1 YouGov, 2024
2 Finanzwissen.net, 2024