ETFs sind eine Erfolgsgeschichte. In börsennotierte Indexfonds haben Anleger weltweit mittlerweile mehr als zwölf Billionen US-Dollar investiert. In Europa wächst der ETF-Markt derzeit sogar schneller als im Index-Mutterland USA. Für die Beliebtheit gibt es gute Gründe: ETFs sind günstig, transparent und täglich handelbar. Sie ermöglichen es, im Verhältnis 1:1 an der Wertsteigerung von Aktien oder Anleihen teilzunehmen.
Die Kehrseite der Medaille: Kommt es zu Kursverlusten, machen sich diese ebenfalls 1:1 im Depot bemerkbar. Aktienindizes sind in der Vergangenheit um mehr als 40 Prozent eingebrochen und haben sich teilweise erst nach mehreren Jahren wieder erholt. In diesem Fall kann es für ETF-Anleger richtig schmerzhaft werden, sofern sie nicht rechtzeitig verkauft haben. „ETFs sind zwar günstig, aber sie überlassen letztlich jedes Risiko dem Investor“, sagt Kay-Peter Tönnes, Gründer von Antecedo Asset Management in Bad Homburg.
Besser als ein Indexinvestment
Tönnes konzipierte deshalb mit dem Antecedo Growth Supreme einen Fonds mit völlig neuartigem Ansatz: „In dem Portfolio verbinden wir eines der chancenreichsten Indexinvestments mit einer Optionsstrategie, die eine systematische Verlustbegrenzung sowie die Chance auf Überrendite anstrebt.“ Das sind Vorteile, die ETFs nicht bieten können.
Konkret ist das Portfolio so gestaltet, dass es zu mindestens 100 Prozent an den Kurssteigerungen des US-Technologieindex Nasdaq-100 teilnehmen soll. Zudem ist es vor großen Kursverlusten geschützt, wie sie bei Tech-Aktien immer wieder vorkommen können. Vor allem bei stark fallenden Märkten soll der Fonds aufgrund seiner Optionsstrategie deutlich besser abschneiden als ein vergleichbarer ETF.
Asymmetrisches Risikoprofil
Als maximales Verlustpotenzial werden 25 Prozent im Kalenderjahr angestrebt. Diese Wertuntergrenze, wie auch die Partizipation an den steigenden Kursen, kann jedoch nicht garantiert werden, da sie abhängig von den Preisen an den Optionsmärkten ist. Um ein asymmetrisches Risikoprofil zu erzielen, arbeitet Tönnes mit den von ihm entwickelten Optionsstrategien, die sich in anderen Anlagestrategien über Jahrzehnte bewährt haben.
Dabei nutzt er die höheren Optionsprämien von Aktienoptionen gegenüber Indexoptionen aus, um durch den Verkauf relativ teurer Optionen und den Kauf relativ billiger Optionen eine vorteilhafte Portfoliostruktur zu erreichen. Bei der sind die Chancen nach oben letztlich größer als die Risiken nach unten.