Der Internetplattform „Fonds professionell online“ zufolge sind derzeit rund 400 unabhängige Vermögensverwaltungen mit eigener Erlaubnis zur Finanzportfolioverwaltung in Deutschland aktiv.1 Im Auftrag ihrer Kunden treffen sie Anlageentscheidungen für diese und investieren in unterschiedliche Vermögenswerte, wie etwa Aktien, Immobilien oder Edelmetalle. Keine leichte Aufgabe, denn Inflation, geopolitische Spannungen, Unsicherheit über die künftige Zollpolitik der USA und nicht zuletzt technologische Umbrüche wirken aktuell stark auf das Geschehen an den Börsen ein. Professionelle Vermögensverwalter gehen klar und strukturiert vor. Sie analysieren die persönliche Situation ihrer Kundinnen und Kunden, definieren gemeinsam Anlageziele – etwa Altersvorsorge, Vermögenserhalt oder Kapitalzuwachs – und setzen darauf basierende Anlagestrategien um.
Viele Vermögensverwalter setzen aktuell auf ausgewogene Mischportfolios.
Vermögensverwaltung lohnt sich für längere Anlagehorizonte
Eine Vermögensverwaltung lohnt sich besonders für Menschen, die ihr Vermögen langfristig strukturieren wollen, aber nicht die Zeit, das Wissen oder die Nerven haben, sich regelmäßig mit Finanzmärkten zu beschäftigen. Häufig setzen vermögende Privatpersonen ab etwa 100.000 Euro investierbarem Kapital auf diesen Service. Doch auch kleinere Summen können mittlerweile über digitale Angebote, sogenannte Robo-Advisors, professionell verwaltet werden. 2025 zeigt sich die Börsenwelt erneut von ihrer unberechenbaren Seite. Viele Vermögensverwalter setzen aktuell auf ausgewogene Mischportfolios: eine Kombination aus Qualitätsaktien, Staats- und Unternehmensanleihen sowie alternativen Investments wie Infrastruktur, Edelmetallen oder Rohstoffen. Dabei liegt der Fokus vermehrt auf Substanzwerten, also Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen und soliden Bilanzen.
Wenn man sich für eine professionelle Vermögensverwaltung entscheidet, sollte man im Vorfeld auf einige wesentliche Punkte achten. So sollte der Verwalter bei der BaFin registriert sein. Zudem stellt sich die Frage nach der Kostentransparenz: Verlangt der Anbieter eine fixe Verwaltungsgebühr oder zusätzlich Erfolgsbeteiligungen? Last but not least ist eine klare und stetige Kommunikation zwischen Verwaltung und Kunde unabdingbar.